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Tintenhain

Im Tintenhain gibt es Buchgeplauder und Rezensionen, meist im Bereich Fantasy, Jugendfantasy und Belletristik.

 

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Blog-Adventskalender: Das erste Türchen öffnet sich

1. Dezember im Tintenhain

 

 

Nun ist es endlich soweit und der Blog-Adventkalender öffnet sein erstes Türchen. In den nächsten Tagen wird es viele schöne Ideen und Aktionen auf den beteiligten Blogs geben. Welches Türchen sich als nächstes öffnet, wird jeweils auf dem aktuellen Blog angekündigt.

 

Damit gleich so richtig weihnachtliche Stimmung aufkommt, stelle ich Euch heute ein wunderbares Weihnachtsbuch vor, das Ihr auch gewinnen könnt.

 

 

Cover (c) Rowohlt Verlag

© Tintenelfe

Quelle: http://tintenhain.wordpress.com/2012/12/01/blog-adventskalender-das-erste-turchen-offnet-sich

Alle Jahre wieder – Standalones für Wunschwanderbuch gesucht (mit Gewinnspiel)

Heute brauche ich mal Eure Hilfe. Kennt Ihr Wanderbücher?


Ich habe sie vor vielen Jahren bei Tauschticket entdeckt und bin ihnen seitdem verfallen. Das Prinzip ist einfach: Jemand hat ein Buch, von dem er annimmt, dass viele es lesen möchte und stellt es den anderen im Forum der Tauschbörse zur Verfügung. Wer mitlesen will, trägt sich in eine Liste ein und so wandert das Buch von einem zum anderen. Oft findet sich dann auch eine Gruppe (Leserunde, Lesekreis) mit gleichem Buchgeschmack, die in geschlossener Runde abwechselnd Bücher zur Verfügung stellen.


Da Tauschticket mit der Einführung der Tauschgebühr die Wanderbücher quasi lahmgelegt hat, sind die Leserunden und Wanderbuchanbieter zu anderen Tauschbörsen wie meinbuch-deinbuch und dem Tauschgnom abgewandert oder haben sich auf der Wanderinsel neu zusammengefunden.

 

Vor einigen Jahren hatte ich damit begonnen, immer im November/Dezember ein „Wunschwanderbuch“ im Fantasy-/Science-Fiction-Bereich zur Verfügung zu stellen (erst auf Tauschticket, inzwischen auf meinbuch-deinbuch). Einfach als Dankeschön für die vielen tollen Bücher, die dort immer im Angebot waren. Das Buch ist dann auch immer offen für alle zum Mitlesen. Da ich es aber ärgerlich finde, wenn man den ersten Band einer Reihe als Wanderbuch liest und den zweiten dann kaufen muss, ist einer Bedingung immer, dass es sich bei dem Buch um ein Stand-Alone handeln muss, das Buch also nicht Teil einer Trilogie oder Reihe sein darf.

 

Wir haben festgestellt, dass es immer schwieriger wird, gerade im Genre Fantasy solche Bücher zu finden.

Vielleicht könnt Ihr aber dabei helfen?! Welche Stand-Alones könnt Ihr empfehlen, es kann sich auch um Jugendfantasy handeln. Das betreffende Buch muss bis zum 31.12.2012 erschienen sein.

 

Vorschläge könnt Ihr bis zum 08. Dezember auf meinem Blog oder im Thread bei meinbuch-deinbuch (nur mit Anmeldung) posten.

Unter allen, die im Tintenhain ihre Vorschläge posten, verlose ich diesen Kalender für das neue Wunschwanderbuch-Jahr 2013.

 

Kalender
Eure Tintenelfe

Buchblogger – Adventskalender 2012

Blog-Adventskalender 2012

 

Ich möchte in diesem Jahr einen Adventskalender ins Leben rufen, der Buchblogger verbindet und uns und anderen viel Spaß und Überraschungen bieten soll.

 

Ich dachte mir das als eine Art Blogtour. Vierundzwanzig Blogger öffnen jeden Tag ein Türchen und warten mit einer Überraschung auf. Was das sein kann? Ein Weihnachtsbuchtipp, ein Rezept, eine Adventsgeschichte, ein tolles Bild, ein weihnachtliches Posting, eine Verlosung… Euren Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Wer Lust hat, bei dem Blogger-Adventskalender mitzumachen, schreibt mir eine Mail oder einen Kommentar auf meinem Blog. Entscheidet selbst, ob vorher bekannt sein soll, dass Ihr mitmacht oder ob es eine Überraschung werden soll. Natürlich könnt Ihr vorab auch ein Posting auf Eurem Blog veröffentlichen. Das Logo könnt Ihr dazu verwenden.

 

Wenn 24 bzw. 23 Blogger zusammenkommen, werde ich anschließend die Türchen zulosen, Wünsche werden aber auch berücksichtigt. Ich starte den Kalender dann hier auf meinem Blog und teile mit, wo sich das nächste Türchen öffnet. Ihr bekommt immer mitgeteilt, wer nach Euch dran ist, damit die Leser das nächste Türchen finden können. Ich werde hier auch täglich eine Übersicht der bis dahin geöffneten Türchen aktualisieren.

 

(c) Tintenelfe

Fifty Shades of Grey: Book One of the Fifty Shades Trilogy

Fifty Shades of Grey  - E.L. James Kurzrezension:
Die in Liebesdingen unerfahrene und naive Studentin Anastasia lernt in einem Interview den charismatischen und extrem gutaussehenden Industriellen Christian Grey kennen und ist zutiefst beeindruckt. Unfassbar erstaunt muss sie feststellen, dass auch Christian, dieser unerreichbare Typ, der nie mit einer Frau gesehen wird, ausgerechnet an ihr Interesse hat. Doch das Ganze hat natürlich einen Haken, denn Christian hat kein Interesse an einer normalen Beziehung, er legt Anastasia einen Vertrag vor, der sie in die Welt der BDSM-Praktiken einführen wird. Die junge Frau fühlt sich abgestoßen und fasziniert zugleich und während sie noch mit sich, ihrer “inneren Göttin” und ihrem Unterbewusstsein hadert, verliert sie sich immer mehr in ihren Gefühlen für Christian.

Die Handlung von „Shades of Grey“ ist überschaubar und für 500 Seiten recht dürftig. Aber Absicht des Romans ist wohl auch weniger, mit einer guten Geschichte zu unterhalten als vielmehr mit einer Fülle, ja fast schon Aneinanderreihung von Sexszenen, die mal mehr, mal weniger derb ausfallen, zu polarisieren. Gerade am Anfang lasen sich die Szenen eher wie Gebrauchsanweisungen als wie Erotik, nicht zuletzt da Christian jede seiner Handlungen auch noch ankündigen muss. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an den Schreibstil, der mit sehr vielen Wiederholungen und mangelnder Wortgewandtheit wenig zu überzeugen vermag. Über Anastasias „innere Göttin“ und die Gespräche mit ihrem Unterbewusstsein ist in vielen Rezensionen bereits geschrieben worden. Mich hat es ehrlich gesagt auch genervt und für mich ist auch klar, dass ich die weiteren Teile nicht lesen muss.

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Er ist wieder da

Er ist wieder da - Timur Vermes Nach 66 Jahren erwacht der 1945 für tot erklärte Adolf Hitler auf einem verlassenen Grundstück in Berlin. Wie er dahin gekommen ist und durch welche Sprünge im Zeit-Raum-Kontinuum der Zeitsprung stattgefunden haben soll, ist völlig unerheblich und wird auch nicht weiter thematisiert, aber eins ist klar: „Er ist wieder da!“

Zunächst hat Hitler etliche Anpassungsschwierigkeiten und versucht, sich im heutigen Berlin zurecht zu finden. Was immer ihm dabei begegnet, wird gnadenlos in sein unverändertes Weltbild eingepasst. So muss trotz des fehlenden Geschützdonners noch Krieg sein, da die Radfahrer mit durchlöcherten Helmen durch die Gegend fahren und die Türken sind wohl allen Widrigkeiten zum Trotz doch noch an der Seite der Deutschen in den Krieg eingetreten oder wo kommen die sonst alle her? Ein Kioskbesitzer nimmt sich seiner an und verhilft ihm nicht nur zu der Erkenntnis, dass er sich im Jahre 2011 befindet, sondern auch zu einem Vertrag bei einem Fernsehsender. Adolf Hitler ist schier begeistert, als er entdeckt, was man mit dem Fernsehfunk und vor allem auch diesem Internetz alles erreichen kann. Er hat den perfekten Türöffner für das Weiterverfolgen seiner politischen Pläne entdeckt und findet sich erstaunlich schnell zurecht, tatkräftig unterstützt von alle jenen, die eigentlich Profit aus dem neu entdeckten Stern am Comedy-Himmel schlagen wollen.

Der Roman von Timur Vermes ist schon auf den ersten Blick ein echter Eyecatcher, das Cover lässt gar nicht erst Missverständisse aufkommen, wer da wieder da ist. Spätestens der Blick auf den Preis von € 19,33 sollte letzte Zweifel ausräumen.

Timur Vermes ist es gelungen, einen intelligenten, satirisch-witzigen Roman über Hitler zu schreiben, ohne dabei in Klamauk abzurutschen. Er legt den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft und zeigt humorvoll, woran es nicht nur in politischer Hinsicht krankt. Manchmal muss man sich vor lauter Zustimmung besinnen, wer da eigentlich in der Ich-Person spricht und auch der Autor holt den Leser so manches Mal wieder auf den Boden der erschreckenden Realität zurück, wenn er Hitler einer Frau begegnen lässt, die ihre ganze Familie durch den Holocaust verloren hat. – Nicht, dass dieser hier auch nur ansatzweise seine Taten überdenken würde. Vermes zieht die Sichtweise Hitlers konsequent und unbarmherzig durch, mal erschütternd mal sehr erheiternd, zum Beispiel wenn er auf heutige Neonazis tifft und ihnen erst einmal ordentlich den Kopf wäscht: “Ein anständiger Deutscher hat hier nichts verloren.”

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Die Verratenen

Die Verratenen - Ursula Poznanski “Die lange Nacht“ hat die Menschheit geteilt, die einen leben seitdem in Sphären geschützt vor Wetter und Kälte, die anderen sind den Naturgewalten unbarmherzig ausgeliefert und führen einen steten Überlebenskampf.

Ria, in vitro gezeugt und in einer Sphäre aufgewachsen, wird an einer Eliteuniversität ausgebildet und wie ihre Mitstudenten auf ihre Rolle in der Gesellschaft vorbereitet. Dabei wetteifern die jungen Leute in einem Ranking um die besten Positionen. Ria und ihr Partner Aureljo stehen hier weit oben und sehen ihren zukünftigen Aufgaben mit freudiger Erwartung entgegen, doch der Tod einer Freundin, die im Außendienst von Prims ermordet wurde, erschüttert ihre heile Welt.

Als wäre dies nicht schon genug, erfährt Ria zufällig, dass sie und fünf andere Studenten angeblich eine Verschwörung angezettelt hätten. Ria ist fassungslos, kann jedoch nicht verhindern, dass man sie und die anderen loswerden will. Die eben noch so erfolgversprechenden Hoffnungsträger der Sphäre werden nun zu Verfolgten und Gejagten und erfahren, wie das Leben der Prims außerhalb der Sphären wirklich ist – stets auf der Hut vor den unbarmherzigen Verfolgern.

„Die Verratenen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, die die Genre-Bezeichnung Dystopie und Thriller gleichermaßen verdient hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Rias, einer jungen Frau, die sich besonders durch ihre Fähigkeiten in der zwischenmenschlichen Kommunikation auszeichnet. Die Einführung in die Welt Jahrzehnte nach einer unbekannten Katastrophe gelingt gut, ohne den Leser mit Informationen zu überschütten. Man findet sich schnell in dem System der Sphären zurecht. Interessant ist auch die Gegend außerhalb der Sphären, hier begegnet man Bekanntem, wie Windrädern, die wiederum den Protagonisten wiederum ein Rätsel sind. Der Umgang mit unserer Gegenwart als Vergangenheit ist auf jeden Fall gelungen. Erschreckend bleibt dabei für mich, wie sehr vorstellbar und glaubwürdig dieses Zukunftsszenario ist.

Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch, und doch ist man immer wieder hin- und hergerissen, wenn es um ihre Vertrauenswürdigkeit geht. Nicht zuletzt dadurch wird eine unheimlich Spannung aufgebaut, denn es bleibt bis zuletzt unklar, wer die Studenten zu „Verratenen“ gemacht hat.

„Die Verratenen“ ist ein absoluter Pageturner und ich konnte vor Spannung kaum nachdenken, wer hier wen verrät und wer sich wie verhält. Ich musste einfach weiter lesen und erwarte nun sehnsüchtig den nächsten Teil.

Ich freue mich, dass es Ursula Poznanski gelungen ist, ein Ende zu schaffen, dass einerseits Fragen beantwortet und auch das Wort „Ende“ verdient hat und andererseits ein Anfang geschaffen wurde, der mit Neugier, Spannung und großer Erwartung auf den nächsten Band blicken lässt.

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Noir

Noir - Jenny-Mai Nuyen Seit dem Autounfall, bei dem seine Eltern starben und den Nino Sorokin nur knapp und schwer verletzt überlebte, kann er erkennen, wann jemand sterben muss. Auch sein eigener Todeszeitpunkt ist ihm bekannt. Mit 24 Jahren wird er sterben, er weiß nicht warum und wie, aber dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, sein Schicksal zu ändern. Kurz vor seinem 24. Geburtstag stoßen Nino und seine Freunde auf einen mysteriösen Zirkel, der mit Gläserrücken unter Drogeneinfluss, Kontakt zum Jenseits aufnimmt. Bei Nino funkioniert das so erstaunlich gut, dass der undurchsichtige Meister und Mentor Monsieur Samedi auf Nino aufmerksam wird. Nino lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, nicht zuletzt, weil die unnahbare Noir, ein zerbrechlich schönes Mädchen, das bei Monsieur Samedi lebt, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn ausübt.

Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich sehr angetan von der schönen Aufmachung. Das Cover zeigt die zerbrochene Autoscheibe vom Unfall der Eltern. Dieses Motiv wiederholt sich im Buch als Ankündigung des zweiten Erzählstranges, der im JETZT aus der Ich-Perspektive Ninos erzählt. Der Haupterzählstrang findet in der dritten Person als Rückblende statt. Zum Ende des Buches finden die beiden Stränge zueinander und verschmelzen in der Gegenwart.

Ich muss sagen, ich habe mich zu Anfang doch sehr schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Die “Vorblenden” in das Jetzt habe ich nur schwerlich in einen Zusammenhang bringen können, sie haben mich eher verwirrt. Wirklich verstanden habe ich sie erst als ich sie nach Beenden des Buches noch einmal las.

Der Schreibstil Jenny-Mai Nuyens ist toll, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie in der Konstruktion der Sätze übertrieben hat. Manches las sich wie aus einem Schreibseminar und wirkte eher aufgesetzt. Das hat mich beim Lesen auch gestört, aber etwa ab der Hälfte wurde das Lesen angenehmer und flüssiger. Ab und zu verliert sich die Autorin auch ins Philosophische, was der Geschichte den Drive nimmt. Andererseits bleibt soviel Spannung, dass ich mich nicht aufs Nachdenken und Philosophieren einlassen konnte.

Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren des Buches sind plastisch und bleiben im Gedächtnis, auch wenn mir das Gefühl in der Beziehung zwischen Nino und Noir gefehlt hat. Der Begriff der Liebe muss irgendwie ein anderer sein als in meiner Vorstellung. dafür dass Nino jemand ist, “der lieben kann”, bleibt er mir zu oberflächlich und sowohl die Liebe zu seiner Schwester als auch die zu Noir bleibt mir zu blass und emotionslos.

Ein wenig Schwieirgkeiten hatte ich auch mit dem sorglosen und unkritischen Umgang mit Drogen aller Art, auch wenn zum Ende des Buches klarer wird, warum Drogen und Zigaretten eine zentrale Rolle spielen müssen. Bis dahin wirkt es eher verherrlichend, was ich für bedenklich halte.

Hat man “Noir” erst einmal gelesen, ist es richtig gut, man muss nur dranbleiben. Vieles erschließt sich wirklich erst ganz zum Schluss und ich denke auch, dass “Noir” ein Buch ist, das man zweimal lesen muss. Ich kann mir gut vorstellen, das man dann mehr Muße hat, Jenny-Mai Nuyens Gedanken zu Leben, Seele, Unendlichkeit und dem “Tropfen im großen Fluss” besser zu folgen.

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Hilfe! Ich bin neu hier!

Ich habe gelesen, dass man hier irgendwie seine Bücher importieren kann. Weiß jemand, wie das geht? Überhaupt finde ich keine richtige Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu treten, also schreibe ich jetzt dieses Posting, in der Hoffnung, dass einer meiner Follower das liest.

Dann habe ich in den Blog-Einstellungen etwas mit einem Statistik-Script gefunden. Wie ist das gemeint? Was macht das und woher bekommt man es?


Ich danke Euch jetzt schon mal, wenn Ihr mir irgendwie helfen könnt. :-)

 

Grüße von der Tintenelfe

 

PS: Ach ja, und warum kann ich keine "Sternchen" bei der Bewertung anklicken? :-(

Kennt Ihr den "Zauberer der Smaragdenstadt"? - Gewinnspiel

Der Zauberer der Smaragdenstadt - Alexander Melentjewitsch Wolkow, Leonid Wiktorowitsch Wladimirski, Lazar Steinmetz

Auf meinem Blog stelle ich dieses tolle Kinderbuch vor und es gibt anlässlich des Weltkindertages auch ein Exemplar zu gewinnen.

Also mitmachen!

Die Portal-Chroniken - Portal: Band 1 (German Edition)

Portal (Die Portal-Chroniken, #1) - Imogen Rose, Jutta Hildebrand „Komm und finde mich vor zwei Jahren!“ Diese Worte, von einem unbekannten, überwältigend attraktiven Mann an ihre schwangere Mutter gerichtet, stellen 16 Jahre später Arizonas Leben auf den Kopf. Arizona Stevens, das einzige Mädchen der Eishockeymannschaft ihrer Schule, hat mal wieder einen Test vergeigt und schläft auf dem Heimweg im Auto ihres Vaters ein. Als sie wieder erwacht, wird das Auto von ihrer Mutter gefahren und es scheint auch ein anderes Fahrzeug zu sein. Noch an ihrem Verstand zweifelnd stellt Arizona fest, dass nicht nur ihre Umgebung sich verändert hat, nein, auch sie ist plötzlich blond und gestylt und erkennt sich selbst nicht wieder. Ihr Zimmer ist pink eingerichtet, sie trägt Kleidung, die sie freiwillig nie angezogen hätte und selbst ihre stets nervige Schwester ist irgendwie nett. Wie groß ist erst der Schrecken als sie feststellt, dass sie eine beliebte Cheerleaderin ist statt sich im Eishockeyteam mit den Jungs zu rangeln.
Unheimlich wird es als sie erfährt, dass ihr Vater ein anderer ist, sie einen älteren Bruder hat und sie von allen Arizona Darley genannt wird. Auch ihre Klassenkameraden scheinen sie nicht mehr zu erkennen. Und wo ist ihr richtiger Vater?
Arizona muss erkennen, dass es wohl doch kein böser Traum ist, in den sie da geraten ist und will ihr altes Leben zurück – bis sie sich in Kellan verliebt.

„Das Portal“ ist ein Jugendroman mit einer Mischung aus Zeitreise und Parallelwelten, ähnlich wie das gegenwärtig stark promotete „Sturz in die Zeit“ von Julie Cross. Das Buch ist flüssig geschrieben und im Allgemeinen gut lesbar. Störend fand ich allerdings die typographischen Fehler, zumindest in der eBook-Version, die ich gelesen habe. Anfangs ist die Sprache auch sehr holprig, die Sätze wirken wie aneinander gestückelt, zunehmend bessert sich das jedoch oder ich habe es nicht mehr so stark wahrgenommen.
Für meinen persönlichen Geschmack war mir die heile, rosa Barbiewelt mit reichen, gutaussehenden Teenagern, die mal eben nach New York zum Shopping fahren, während die achtjährige modebewusste Schwester, die nicht mal weiß, was Redewendungen sind, für eine Filmrolle vorspricht, manchmal einfach zu viel. Die Liebesgeschichte ist kitschig, aber irgendwie auch süß. Als Sechzehnjährige hätte ich sie bestimmt total toll gefunden und mich selbst ein bisschen verliebt. Damit es spannend wird und bleibt, taucht natürlich auch noch ein selbstverständlich wahnsinnig gut aussehender Verehrer auf, an den sich Arizona gar nicht erinnern kann, der aber sehr anziehend auf sie wirkt. Da ist in den Folgebänden sicher noch mehr zu erwarten.

Interessant ist es, mit Arizona herauszufinden, was genau geschehen ist und wer alles mit dem Portal zu tun hat. Ganz logisch erscheint mir das Ganze jedoch nicht, es wird auch bis zum Ende nicht wirklich erklärt, was nun eigentlich schief gegangen ist und warum manche Menschen sich trotz des Portals nicht verändern und über alles Bescheid wissen und andere nicht. Nach wie vor verstehe ich auch nicht, wie Rupert Darley den während der Blogtour vielzitierten Satz „Komm und finde mich vor zwei Jahren!“ sagen konnte, seine Rolle bleibt völlig unklar. Aber vielleicht erfahre ich das ja von Euch oder in der Leserunde bei Lovelybooks, in die ich aus Neugier demnächst regelmäßig reinschauen werde.

Die Idee zu dem Roman ist toll, an der Umsetzung hätte jedoch noch ein wenig gefeilt werden können. Ich könnte mir auch vorstellen, weitere Bücher der Reihe zu lesen, einfach auch weil noch so viel offen ist und ich jetzt schon gern die Zusammenhänge begreifen möchte.

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Die Wälder am Fluss

Die Wälder am Fluss - Joe R. Lansdale, Mariana Leky „Die Wälder am Fluss“ ist ein unheimlich intensiver, spannender und gesellschaftskritischer Krimi. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Harry, der sich als alter Mann an die Erlebnisse rund um die „Ziegenmann“-Morde in seinem Heimatort im Süden der USA Anfang der 30er Jahre erinnert.
Harry und seine jüngere Schwester Tom finden in den Wäldern am Fluss die übel zurichtete Leiche einer jungen Farbigen. Als Sohn des Constables bekommt er einiges rund um die Ermittlungen mit und erfährt dabei, wie sich Rassenhass und Segregation auf Justiz und Gerechtigkeit auswirken. Der „Ziegenmann“, von dessen Existenz Harry überzeugt ist, begeht unterdessen weitere Morde und es muss ein Schuldiger gefunden werden. Die Ereignisse überschlagen sich und ziehen Harry und seine Familie in einen Strudel von Hass und Gewalt, dem nur mit Liebe und dem Festhalten eigener Überzeugungen zu entkommen ist.

Dies ist der erste Roman von Joe R. Lansdale, den ich gelesen habe und er hat mich vollkommen überzeugen können. „Die Wälder am Fluss“ ist ein ganz anderer Kriminalroman als ich sie bisher kannte. Es stehen weniger polizeiliche Ermittlungen im Vordergrund als die Auswirkungen eines Mordfalls auf einen Ort und die Familie des zuständigen Constables. Lansdale erzählt fesselnd, in bilderreicher Sprache, dabei aber nie unnötig brutal oder eklig, auch wenn manche Szenen dazu einladen könnten. Die Sicht des Jungen ist glaubhaft dargestellt und kleine Ausflüge in die Gegenwart verdeutlichen die zeitliche Distanz.
Noch immer habe ich die Bilder vom undurchdringlichen Wald, dem Fluss mit seinem Fischbestand, den Läden im Ort vor Augen. Ich rieche den Friseurladen des Vaters und die warmen Biscuits aus dem Ofen. Mit „Die Wälder am Fluss“ ist Lansdale ist ein spannender Krimi und ein überzeugendes Porträt der amerikanischen Gesellschaft zu Anfang des 20 Jahrhunderts in Einem gelungen.

Joe R. Lansdale ist für mich auf jeden Fall eine Entdeckung und ich hoffe, dass seine Romane in Zukunft auch bei uns mehr Beachtung finden.
„Die Wälder am Fluss“ im Lesekreis

Das Buch wurde dieses Mal gleich von zwei Lesern unseres Lesekreises empfohlen und es wurde von allen gelesen.
Zur Einstimmung auf das Buch hat Andrea zu den üppigen Spareribs köstliche Bisquits gebacken und wer sich beim Lesen fragte, warum es im Buch Kekse zum Essen dazu gab, konnte feststellen, dass es sich dabei um eine leckere Art von Brötchen handelt.
Ich glaube, wir waren uns alle einig, dass das Buch wirklich gut war, und diskutierten über den Romanaufbau, die Erzählersicht und natürlich über das zentrale Thema von dem ungleichen Rechtsempfinden bei Morden an Farbigen oder Weißen bzw. der Frage, wie unterschiedlich Straftäter je nach Hautfarbe behandelt werden.

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Ein Sommer wie dieser

Ein Sommer wie dieser - Annette Hohberg “Ein Sommer wie dieser” ist eines unserer Lesekreisbücher für diesen Sommer. Eigentlich ist es sogar ein Lesekreistransfer zwischen meinen beiden Lesekreisen. Denn eines gemütlichen Abends bei den “Buchschätzern”, demnächst stelle ich sie Euch mal genauer vor, stellte Heike, die immer auf dem neuesten Stand ist, dieses Buch von Annette Hohberg vor. Der geschätze Monsignore unserer Runde stimmte in ihr Lob ein. Ausschlaggebend für mein Interesse aber war wohl Heikes Satz: “Ach Mona, für Dich ist das eher nichts.”
Widerstand regte sich in mir und ich dachte: “Wieso? Geht doch gar nicht um bluttriefende, irgendwo getackerte Leichen, abgehackte Gliedmaßen und entführte Kinder?! Das will ich jetzt erst mal sehen, ob das nichts für mich ist!”
Beim nächsten Mal in meinem anderen Lesekreis, wir nennen den einfach “Buchclub”, habe ich das Buch dann für den Sommer vorgeschlagen und stieß auf Zustimmung. Nun bin ich gespannt, was die anderen sagen, denn ich fand das Buch richtig toll.

Klara und Stephan lernten sich im Urlaub in Italien kennen und verbrachten eine traumhafte, bis zum Verrücktwerden verliebte Urlaubswoche miteinander. Doch so wie das Schicksal die beiden zusammengeführt hat, so trennt es sie auch wieder und beide gehen ihre eigenen Wege – getrennt voneinander, aber nie vergessend.
Durch einen pikanten Zufall begegnen sie einander 20 Jahre später wieder, sofort flammt die alte Leidenschaft auf. Doch Klara ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter, Stephan ist leidenschaftlicher Single und stürzt sich immer wieder in neue Affairen mit seinen Studentinnen. Können die beiden nach so vielen Jahren wieder da anknüpfen, wo sie aufgehört hatten? Lässt sich ein Leben einfach neu beginnen? Es kommt der Tag, an dem die Entscheidung gefällt werden muss.

Ist es ein unfassbares Glück, wenn jemand seiner ersten, verloren geglaubten Liebe wiederbegegnet oder eine furchtbare Katastrophe, die das ganze bisherige Leben auf den Kopf stellt? Was wiegt mehr? Der glückliche Moment, der Rausch der Gefühle oder die Stabilität und Sicherheit der Familie? Lässt sich das Rad des Lebens zurückdrehen?

Annette Hohberg schreibt ausdrucksvoll, einfühlsam, wortgewandt und zum Teil sehr poetisch. Sprachlich ist dieses Buch auf jeden Fall eines der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Mir gefallen die leisen Töne, die tiefer gehenden Gedanken, die behutsame Auseinandersetzung mit dem Konflikt. Gut gelungen finde ich auch die Beschreibung des Dilemmas, in welchem Klara steckt, das Abwägen und auch die starken, verlorenen gelaubten Gefühle, die bei einer Trennung wieder aufflammen können. Annette Hohberg geht sehr sensibel mit dem Thema um und wird meiner Meinung nach dabei auch nie kitschig.

Beim Lesen kam mir jedoch der Gedanke, ob es wohl so viele Zufälle, wie sie Klara und Stephan erleben, tatsächlich geben kann oder ob hier nicht einfach der Story wegen, etwas dick aufgetragen wurde. Aber dann dachte ich mir, warum nicht. Das Leben ist so unberechenbar und besteht letztendlich doch aus Zufällen, warum dann nicht auch in einer solchen explosiven Mischung wie bei Annette Hohberg.

Ein Buch, was ich unbedingt empfehlen kann und dem ich viele Leser wünsche. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, ob es für eine Diskussion in einem Lesekreis geeignet ist, wird sich im September beim nächsten Treffen des “Buchclubs” zeigen.

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Aufgedirndlt

Aufgedirndlt: Ein Fall für Anne Loop - Jörg Steinleitner Am Morgen nach dem überregional beachteten Seefest in einem Tal der Bayrischen Alpen findet ein Rentner die leicht bekleidete Leiche eine jungen Mädchens. Ein Fall für die, wie mehrfach betont wird, aus dem Rheinländischen stammende, alleinerziehende, fantastisch aussehende Anne Loop. Da das Alpental gerade von einem arabischen Ölscheich heimgesucht wird, der ein Casting unter den einheimischen Frauen durchführt, um eine sechste Ehefrau für seinen Harem zu suchen, fällt der Verdacht schnell auf diesen Mann und sein Gefolge. Nicht zuletzt, weil die Frau, die offensichtlich zu einer Gruppe von freizügigen “Amazonen” aus Sachsen gehört und die ebenfalls am Casting teilnimmt, auf dem Gut Kaltenbrunn gefunden wird, auf welches der Emir ein Auge geworfen hat. Doch der Ölscheich ist nicht der Einzige, der als Täter in Frage kommt.

“Aufgedirndlt” ist das erste Buch, das ich von Jörg Steinleitner gelesen habe. Zuvor ist mit der supersexy Kommissarin Anne Loop bereits der Roman “Tegernseer Seilschaften” erschienen. Ich hatte jedoch nicht den Eindruck, dass es unbedingt nötig war, diesen zu kennen, da die Hauptfiguren mit ihren Eigenheiten ausführlich vorgestellt werden und kaum Bezug auf den früheren Fall genommen wird, was den Einsteig sehr erleichterte.

Steinleitner spielt in diesem Roman natürlich mit sämtlichen Klischees gegenüber Arabern, Ostdeutschen, Norddeutschen und auch Bayern, dass es einerseits witzig ist und andererseits schon wieder so überzogen, dass man sich fragt, was davon dann vielleicht doch die Vorurteile des Autors widerspiegelt. Nach einer Zeit war ich dann auch entsprechend genervt. Genauso wie ich irgendwann bald nicht mehr lesen mochte, welche Assoziationen die wahnsinnig toll aussehende Anne Loop bei den Männern auslöst, deren Kollegen sich zum Teil dermaßen beschränkt verhalten, dass man nur noch müde den Mundwinkel hochziehen kann. Sei es nun der während der Besprechung Fliegen jagende Chef oder der dauertrottelige, und doch “irgendwie fast schon wieder ein bisschen süße” Seppi.

Das Buch liest sich jedoch schnell und flüssig und hat mir auch so manchen Lacher entlockt. Sehr enttäuscht war ich allerdings von der Lösung des Kriminalfalls, der weniger von Angelina Jolie, äh, ich meine natürlich Anne Loop, als von Kommissar Zufall gelöst wird. Wer also schnellen, übertriebenen Klamauk für den Sommertag wünscht, ist mit “Aufgedirndlt” bestens bedient, auf der Suche nach einem interessant gestrickten Krimi sollte man das Buch aber lieber links liegen lassen.

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Madison Avery. Totgeküsste leben länger

Madison Avery - Totgeküsste leben länger - Kim Harrison Madison Avery ist tot, jedoch irgendwie auch wieder nicht, denn sie kann mithilfe eines Amulettes, das sie dem Todesengel, der sie getötet hat, abgenommen hat, ihren Körper projizieren und ihr Weiterleben vortäuschen. Einfach hat sie es dabei jedoch nicht, denn sie muss sich zunächst in einer Welt aus Todesengeln, Zeitwächtern und Schattenflügeln zurecht finden und dabei immerzu darauf achten, dass der Todesengel Kairos sie nicht zu fassen bekommt, um ihr das Amulett wieder abzunehmen. Dummerweise muss Madison auch noch auf Josh aufpassen, der Zeuge ihres Ablebens wurde und nun auch auf der Liste der Todesengel steht. Gut, dass es da auch noch Schutzengel gibt.

Wirkt die Geschichte etwas verwirrend? Nun ja, irgendwie ist sie das auch. Da Madison zuu Beginn des Buches bereits seit vier Monaten tot ist und sich schon an ihren Schwebezustand gewöhnt hat, nimmt sie Vieles für Selbstverständlich, was dem Leser erst einmal verborgen bleibt. Erst langsam eröffnen sich dem Leser die Zusmmenhänge und die Rollen der einzelnen himmlischen Wesen und Schicksalszeichner.

Dank Harrisons flüssigem Schreibstil, der der Zielgruppe angepasst ist, ohne dabei zu übertreiben, liest man sich trotz aller fragenden Blicke schnell fest. Madison nimmt einen einfach mit und lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben, und bald schon fiebert man mit ihr mit, wenn es darum geht, nicht nur Josh zu retten, sondern auch sich selbst in dem himmlischen Chaos zu finden. Madison Avery ist eine liebenswerte Figur, die trotz ihrer übersinnlichen Fähigkeiten noch jede Menge Identifikationspotenzial mit sich bringt.

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Das Haus der verlorenen Düfte

Das Haus der verlorenen Düfte - M.J. Rose In der alteingesessenen Familie L’Étoile wird schon seit langer Zeit eine Legende von Generation zu Generation weitergereicht: Einer der Vorfahren, damals schon ein renommierter Parfumeur will im alten Ägypten ein Parfum gefunden haben, mit dem es möglich ist, frühere Leben zu erfahren.
Während Jac L’Étoile sich weigert, an diese Legende der Familie zu glauben und trotz ihrer Begabung dem Parfumhandwerk entsagt hat, ist ihr Bruder Robbie überzeugt davon, dass an der Legende Wahres sein muss. Um die Inschrift auf einem alten Tiegel zu entziffern, weiht er Jacs früheren geliebten Griffin ein. Doch auch die chinesische Maffia und die Führer der tibetisch-buddhistischen Glaubensgemeinschaft sind hinter dem Geheimnis des Beweises der Reinkarnation her.

Wie bereits eingangs erwähnt, hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Daran waren nicht nur die vielen, scheinbar wenig zusammenhängenden Handlungsstränge Schuld, sondern auch, dass ich keinen Zugang zu den Hauptfiguren finden konnte. Keine war mir wirklich sympathisch, sie waren mir auch allesamt zu sehr mit Besonderheiten und einer schwierigen Psyche ausgestattet und hatten wenig Identifikationspotential.
Ist zu Beginn noch nicht richtig klar, was die einzelnen Personen für Ziele haben, so tritt mit der Bedrohung für Robbies Leben eine Wende ein, an der sich sowohl die Handlungsstränge einander annähern als auch das Handeln der Personen klarer wird. Bis dahin verlieren sich die Protagonisten noch in den Sümpfen ihrer Psyche und den Erinnerungen an vergangene Zeiten, was ich doch recht ermüdend fand.

Man merkt dem Roman an, dass Melisse J. Rose ausführlich zu den Themen Buddhismus, Reinkarnation und vor allem zur Parfumherstellung im Laufe der Jahrhunderte recherchiert haben muss. Vor allem die ausführliche Beschreibung von Duftnoten und -kompositionen haben es ihr angetan. Gerade am Anfang des Buches haben mich diese detallierten Beschreibungen doch ziemlich gestört, jedoch hat die Autorin dann ein gutes Maß dafür gefunden. Die Abschnitte, in denen es um die tibetische Kultur und den Konflikt zwischen Tibetern und der chinesischen Regierung ging, haben mich zu meiner eigenen Verwunderung am meisten angesprochen. Hier kam Spannung ins Spiel und die Geschichte bekam einen aktuellen Bezug. Der Student Xie ist auch meine Lieblingsfigur.

“Das Haus der verlorenen Düfte” versucht einen Spagat zwischen Historischem, Mystischem Religiösem und Gegenwart. Nicht immer gelingt dies, immer wieder verliert sich die Autorin in Details zur Vergangenheit der Personen sowie in Sachwissen zu Parfums, den Katakomben Paris’ und anderen Themen. Dabei neigt sie zu Wiederholungen. Die Story ist spannend, sobald sie erst einmal in Fahrt gerät und Melisse J. Rose versteht es, den Leser sprachlich mit auf die Reise durch die Welt der Düfte und Gerüche zu nehmen.

Und wer denkt, dass Melisse J. Rose doch ein recht blumig-duftender Autorenname ist, der liegt mit dem Gedanken an ein Pseudonym ganz richtig.

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Everneath

Everneath - Brodi Ashton Ich habe das Buch verschlungen, und Brodi Ashton hat mir das mit ihrem eingängigen, flüssigen Schreibstil sehr leicht gemacht. Schwieriger fand ich dann schon ihre Charaktere. Mit Nikki bin ich nur wenig warm geworden, ich konnte sie vor allem am Anfang so gar nicht verstehen. Auch zu Jack habe ich keinen rechten Zugang gefunden. Nikkis Freundin Jules bekommt bei weitem nicht die Aufmerksamkeit, die ihr zusteht und bis auf Cole bleiben sämtliche Figuren blass. Cole ist meiner Meinung nach der interessanteste Charakter und vielleicht der einzige, bei dem ich die Handlungsmotive wirklich nachvollziehen kann. Über Meredith hätte ich gern noch mehr erfahren.

Wirklich entschädigt haben mich dann die Rückblenden, in denen erzählt wurde, wie es dazu kam, dass Nikki mit Cole ins ewigseits gegangen ist.

Mir hat der Bogen von der ägyptischen/griechischen Mythologie in die Jetzt-Zeit sehr gut gefallen und er ist es letztendlich auch, der die Spannung in dem Buch erzeugt und die Geschichte zu etwas Besonderem macht.

Man ahnt schon, wie es im zweiten Band “Ewiglich die Hoffnung” weiter gehen wird und ich denke, dass ich ihn auch lesen werde. Nur hoffe ich, dass ich mich dann noch erinnern kann, denn ich fürchte, mir werden die Figuren bis voraussichtlich Dezember ein wenig entglitten sein.

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