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Tintenhain

Im Tintenhain gibt es Buchgeplauder und Rezensionen, meist im Bereich Fantasy, Jugendfantasy und Belletristik.

 

Hier geht es in den Tintenhain ---->

Katharina Hartwell: Das fremde Meer [Rezension]

Cover (c) Coppenrath Verlag

 
Inhalt:

Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan.

 Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.

 Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? (Klappentext)

 

 
Eine Rezension zu "Das fremde Meer" zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Mehrere Wochen hat mich dieses Buch nun begleitet. Die ersten Tage im Urlaub habe ich die Seiten verschlungen. Von der ersten Seite an konnte Marie mich mit ihrer Erzählung an sich binden. Lebhaft und deutlich standen mir ihre Kindheit und ihr bisheriges Leben vor Augen.
Dann begannen die einzelnen Erzählungen und ich wurde in eine Psychiatrie entführt, in einen verschneiten Winterwald, in die Wechselstadt, in der sich selbst Häuser eigenständig teleportieren können. Völlig fasziniert und von einer wunderbaren Sprache getragen, erlebte ich die Liebe von Augustine und Jacques, Moira und Jonas, Miran(da) und Julian... Besonders Augustines Erlebnisse in der Salpêtrière des 19. Jahrhunderts übten eine unheimliche Faszination auf mich aus, die mich zum Recherchieren brachte, denn darüber wollte ich unbedingt mehr wissen.
Nach meinem Urlaub, zurück im täglichen Stress zwischen Beruf und Kindern, merkte ich, dass "Das fremde Meer" kein Buch für Zwischendurch ist. Sind die einzelnen Geschichten zu Beginn noch voneinander losgelöst und scheinen nur durch das Element der ungewöhnlichen Liebesgeschichte in immer wieder neuen Facetten getragen, so werden sie zunehmend immer stärker miteinander verwoben. Kleine Hinweise, die einem unaufmerksamen Leser entgehen können, versteckte Anspielungen und zum Ende hin ganz offensichtliche Bezüge, verknüpfen die 10 Geschichten kunstvoll zu einem Ganzen. Dennoch fiel es mir in den wenigen kurzen Lesemomenten, die ich zur Verfügung hatte, schwer mich immer wieder neu einzulassen. Der Spannungsbogen ist sehr niedrig, die Geschichten sind trotz ihrer sehr unterschiedlichen Erzählweise aufgrund ihrer immer wieder gleichen Grundidee vorhersehbar, düster und bedrückend, jedoch auch sehr intensiv. Auf mich wirkte das ganze Buch zunehmend experimentell. Wie erzählt man eine Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise und bringt dabei nicht nur verschiedene Erzählarten, sondern auch verschiedene Genres mit ein?
 

Die Rahmenhandlung von Jan und Marie hat mich gerade zum Schluss hin ganz besonders berührt. Alles erklärt sich wie von selbst, die Geschichten rücken an ihren rechten Platz und man hat plötzlich das Gefühl, Jan und Marie ganz genau zu kennen und das, was ihre Liebe ausmacht. Gerade dieser letzte Teil war sehr ergreifend und entschädigte für manche Durststrecke.

Katharina Hartwell gelingt es mit ihrem Roman eine Geschichte in vielen verschiedenen Facetten zu erzählen und bedient sich dabei unterschiedlicher literarischer Strömungen. Gekonnt verbindet sie dabei scheinbar willkürlich erzählte, zusammenhanglose Geschichten zu einem Ganzen - verwirrend, berührend und unglaublich intensiv.

 
© Tintenelfe
 
4 Tintenfässchen

Katharina Hartwell: Das fremde Meer

 

Cover (c) Coppenrath VerlagGebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Berlin Verlag (16. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 382701137X
ISBN-13: 978-3827011374
Preis: 9,95€

Velosung Bücher

 

Die Osterfeiertage sind nun fast vorüber und zu einem Ostergewinnspiel hat es aufgrund familiärer Verpflichtungen leider nicht gereicht. Dafür gibt es nun bis zum kommenden “Welttag des Buches”ein kleines Gewinnspiel für Euch. Dafür habe ich wieder mein Regal durchstöbert und drei ungelesene Bücher für Euch heraus gesucht. Dieses Mal müsste Ihr auch nichts Besonderes machen, ich freue mich einfach, wenn die Bücher wohlwollende Leser finden.
Regenbogenasche

Anke Weber:
Regenbogenasche
Rhina ist Halbwaise. Als sie erfährt, dass es der letzte Wunsch ihres Vaters war, in Namibia begraben zu werden, fasst sie den verrückten Plan, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Zusammen mit ihrem Freund Uncas, der eigentlich Kevin heißt und das für alles Üble in seinem Leben verantwortlich macht, gräbt sie die Urne ihres Vaters aus und macht sich auf den Weg nach Namibia. Dort erfährt sie allmählich mehr über das Leben ihres Vaters und macht sich auf die Suche nach dem Ort, der geeignet ist, seine letzte Ruhestätte zu werden …

Tolkiens Geschöpfe

Tolkiens Geschöpfe: Von Hobbits, Zwergen, Drachen und anderen phantastischen Wesen
(signiert von Markus Heitz)

Die perfekte Lektüre für alle Tolkien-Fans.

Mittelerde hat Millionen Leser und Kinogänger in seinen Bann gezogen: Elben, Zwerge, Hobbits, Orks und Drachen sind seit Tolkiens Jahrhundertwerken aus der phantastischen Literatur nicht mehr wegzudenken. In »Tolkiens Geschöpfe« erleben sie neue Abenteuer – aus der Feder weltberühmter Autoren wie Markus Heitz, George R. R. Martin, Ursula K. Le Guin, Neil Gaiman, Marion Zimmer Bradley und vielen mehr.

Freitags in der faulen Kobra

 

Stefan Nink:
Freitags in der Faulen Kobra (Rezensionsexemplar, Stempel)
Urkomisch, kurios, schräg – Siebeneisen ist zurück!

Und wieder ist Siebeneisen auf einer unfreiwilligen Reise um die Welt – dieses Mal auf der Suche nach den Einzelteilen einer magischen Ganesha-Statue, die James Cook vor 250 Jahren aus der Schatzkammer eines Maharadschas in Sicherheit gebracht hat. Jetzt versucht ein Meisterdieb, die Stücke in seinen Besitz zu bringen, und nur Siebeneisen kann ihn stoppen. Ein Wettrennen um den Globus beginnt: Die Suche nach dem Elefantengott führt von Tonga nach Neuseeland, Hawaii und Kanada. Und während sich Siebeneisen mit Straußen, Eisbären und einem kleptomanischen Buschbaby herumschlagen muss und seine Freunde ihn aus dem Teehaus »Zur Faulen Kobra« unterstützen, wird im Palast des Maharadschas ein ganz anderer Plan verfolgt.

 

Wie Ihr mitmachen könnt:

Um Verwirrungen zu vermeiden, bitte ich Euch, auf meinem Blog

www.tintenhain.de

mitzumachen.

Lauren Oliver: Requiem (3)

Cover (c) Carlsen Verlag

Inhalt:
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend.
Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner.
Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.
(Klappentext © Carlsen Verlag)

 

Was für ein Glück, dass ich nach “Pandemonium” (Rezension) gleich weiterlesen konnte, denn Alex’ unvermitteltes Auftauchen hat nicht nur Lena aus der Bahn geworfen.
Der Moment, in dem er Lena das erste Mal seit Monaten wieder sieht, ist ausgerechnet der, in dem sie Julian verspricht, mit diesem zusammenzubleiben. Seine Lena, durch die sein Lebenswille in der qualvollen Zeit in den Grüften erhalten blieb, die der einzige Grund war, nicht aufzugeben – in den Armen eines anderen. Alex macht komplett dicht und lässt die völlig verstörte Lena nicht an sich heran. Doch die Gruppe der Widerstandskämpfer hat auch wichtigere Probleme. Der Widerstand in den Städten wächst und die Regierung geht nun nicht nur dort gegen die Invaliden vor, sondern beginnt sie in der Wildnis zu jagen. Bei Hana, Lenas ehemaliger Freundin, wurde inzwischen der Eingriff vorgenommen und sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Fred Hargrove, dem Sohn des Bürgermeisters. Manchmal blitzen bei ihr Erinnerungen an ihr früheres Leben auf und sie beginnt an Fred und seinen politischen Absichten zu zweifeln.

 

Die beiden Handlungsstränge um Lena und Hana, jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt, betrachten den beginnenden Krieg von beiden Seiten und zeigen sehr deutlich, wie sehr sich beide Mädchen verändert haben. Der Kontrast von Anpassung und Rebellion könnte nicht besser aufgezeigt werden.

 

Zwar gibt es im abschließenden Teil kein ständiges Liebesgeflüster, dafür aber einige sehr berührende Szenen. Wieder einmal gelingt es Lauren Oliver, ans Herz zu rühren und Gefühle lebendig werden zu lassen. Aufmerksame Leser können verschiedene Facetten von Liebe entdecken. Besonders berührt haben mich dabei die Emotionen zwischen Mutter und Tochter.

 

Mit “Requiem” ist Lauren Oliver ein spannender, gefühlvoller Abschluss ihrer wunderbaren Trilogie gelungen, die meiner Meinung nach zu den besten ihres Genres gehört. Das Ende ist voller Symbolkraft und beinahe schon poetisch. Hier bleibt dem Leser noch Einiges an Spielraum für die eigenen Gedanken. Ich habe die letzten Seiten gleich mehrmals gelesen, um sie richtig wirken zu lassen.

 

Als kleinen Bonus gibt es zum Schluss noch eine Shortstory aus Alex’ Sicht, die mich sehr bewegt hat.

 

© Tintenelfe

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Lauren Oliver: Pandemonium (2)

Cover (c) Carlsen Verlag

 

Ich weiß noch, wie ich vor knapp zwei Jahren völlig aufgelöst und heulend wie ein Schlosshund “Delirium” (Rezension) zuklappte und nur noch einen Satz denken konnte: “Wie kann sie [die Autorin] es nur wagen?!” Für den zweiten Band der dystopischen Trilogie habe ich mir dann Zeit gelassen, bis auch Band 3 “Requiem” erschienen ist. Noch einmal wollte ich mir das nicht antun, dermaßen brutal in der Schwebe gelassen zu werden.

 

Nachdem Lena die Flucht gelungen ist, bei der Alex auf so dramatische Weise auf der Strecke geblieben ist, muss sie sich erst an das Leben unter den “Invaliden” gewöhnen. Unglaublich hart gestaltet sich der Alltag in der Wildnis, wo jeden Tag erneut der Kampf ums Überleben beginnt. In Rückblenden beschreibt Lena die ersten Tage und Wochen in ihrer neuen Umgebung, die Auseinandersetzungen mit der Anführerin Raven und ihrer tiefen Trauer um Alex. In einem zweiten, parallel erzählten Handlungsstrang, der zeitlich Monate nach dem “Damals” einsetzt, wird der gegenwärtige Untergrund-Kampf gegen die Staatsmacht beschrieben. Lena gerät ohne ihr Wissen zwischen die Fronten und lernt dabei Julian, den Sohn des Vorsitzenden der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, kennen. Julian ist bereit, sich “heilen” zu lassen, obwohl er weiß, dass der Eingriff ziemlich sicher seinen Tod bedeutet. Wenn Lena noch irgendeinen Zweifel hatte, ob ihre Entscheidung zur Flucht richtig war, so ist sie nun überzeugt, trotz aller Entbehrungen das Richtige zu tun. Die beiden Handlungsstränge führen am Ende nicht zusammen, die Rückblenden brechen im Grunde ab.

 

Mit viel Gefühl und glaubhaften Szenen beschreibt Lauren Oliver Lenas innere Konflikte nach der Ankunft bei den “Invaliden”. Lena erfährt im Laufe der Handlung eine grundlegene, nachvollziehbare Wandlung ihrer Person, die sie zu einer Kämpferin macht, die genau weiß, wofür sie einsteht. Besonders deutlich wird dies im Wechsel zwischen “Damals” und “jetzt”. Die Annäherung an Julian geschieht langsam und behutsam, so dass man ihr trotz aller Sympathien für den getöteten Alex eine neue Liebe gönnen mag.

 

“Pandemonium” überrascht mit der erneuten Verlagerung der treibenden Handlung in die Stadt New York, wo gerade ein erbitterter Kampf zwischen verschiedenen Gruppierungen auflebt. So erfährt man mehr über politische Hintergründe und das Leben derjenigen, die nicht ins System passen. Der  geschickte Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen lässt keine Langeweile aufkommen, da sich ruhige und gefühlvolle Passagen mit Spannung und Action abwechseln.

 

Eine große Stärke der “Amor”-Trilogie liegt in den vielschichtigen Charaktern, die jeder für sich authentisch und lebendig wirken. Sprachlich geschickt und atmosphärisch dicht gelingt es der Autorin, einen spannenden zweiten Teil vorzulegen, der mehr ist als nur der typische “Zwischenteil” einer Trilogie. Und wieder einmal endet auch “Pandemonium” mit einem überraschenden und unfassbaren Cliffhanger, der mich nicht nur erneut ungläubig “Nein!” ausrufen ließ, sondern mir auch wieder die Tränen in die Augen trieb.

 

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Blogger-Adventskalender 2013 – bald geht es los [Aktion]

 

 

Vor einiger Zeit hatte ich Blogger gesucht, die Lust haben, gemeinsam mit mir einen Adventskalender zu gestalten. Innerhalb weniger Stunden waren alle Türchen belegt und ich weiß, dass sich alle schon viele Gedanken machen, was sie Euch an ihrem Tag präsentieren wollen. Was sich hinter meinem Türchen verbirgt, seht Ihr in wenigen Stunden.

 

Hier sind die Blogs, die dabei sein werden. Natürlich wird nicht verraten, wer wann sein Türchen öffnen wird.

 

Beckys World of Books
Weltenwanderer
Brösels Bücherregal
Buchstabenfängerin
Buchstabenträume
Glitzerfees Buchtempel
Büchernest
Waldschrats Bücher- und Lehrerblog
Drei Groschen Poesie
Jackys Bücherregal
Julias Buchblog
About Kat
Die Literatouristin
Meine Lieblingsbücher
Mel Bücherwurm
Ninespo
Philips Welt
Romantic Bookfan
Schnuffelchens Bücher & Co.
Sofians Schreibstube
Sognatrice Books
Tintenhain
Weltenschmiede
Zahnfeen-Welt

 

LOGO

 

Am 1. Dezember geht es im Tintenhain los. Ich werde unter dem Beitrag schreiben, wo sich am nächsten Tag das Türchen öffnen wird, und so werden es auch alle anderen Blogger machen. Wer aber gern einen Überblick hat, kann auf der Seite des Adventskalenders nachschauen. Die Türchen werden natürlich erst nach und nach aktiviert.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Adventskalender und vergesst nicht, jeden Tag vorbeizuschauen. Ebenso würde ich mich freuen, wenn Ihr den Adventskalender weiter bekannt macht und den Beitrag teilt.

 

Eure Tintenelfe

Kyra Groh: Pinguine lieben nur einmal

Bei chick-lit bin ich ja doch sehr wählerisch. ich bevorzuge deutsche Autorinnen und selbst da schaue ich immer nur nach ganz bestimmten. Was bin ich doch froh, dass ich “Pinguine lieben nur einmal” nach dem Lesen der Leseprobe eine Chance gab, ich hatte eine wunderbar witzig-romantische Wohlfühlzeit.

 

Inhalt:
Felicitas (nur ihre Mutter nennt sie so, ihre Freunde sagen Feli zu ihr) ist kompliziert. Ordnung findet sie überbewertet. Deshalb hat sie auch kein Bücherregal. Und sie schämt sich nicht dafür, dass sie süchtig nach dem sat1 „Family Movie” am Dienstag ist, der so schön vorhersehbar ist – Happyend garantiert! Denn leider passiert es nicht oft, dass die Dinge so laufen, wie sie das gerne hätte. Lange dachte Feli, dass es Prinzessinnen-und-Prinz-auf-weißem-Ross-Beziehungen nur im Fernsehen gibt – bis sie Janosch vor die Füße fällt … Und so fangen doch die großen Liebesgeschichten an oder etwa nicht? (Inhaltsangabe vom Verlag)

 

Meinung:
Schon der Prolog, in dem Feli ihr Fernsehverhalten insbesondere bezogen auf den obligatorischen Dienstagabend-Family-Movie beschreibt, und dabei feststellt. dass romantische, dramatische Geschichten immer nach Schema F aufgebaut sind, lässt einen schmunzeln. Dementsprechend unterteilt auch Ich-Erzählerin Feli ihre eigene Geschichte in die fünf Akte eines Dramas, ohne dabei zu vergessen, zu Beginn eines jeden Aktes sämtliche handelnden Personen aufzuführen – und bei dieser Gelegenheit auch alle, die auch nur irgendwie erwähnt werden, so dass auch etliche Berühmtheiten ihre Auftritte haben.

 

Im Grunde bedient Kyra Groh sämtliche Klischees eines chick-lit-Romans: Festgelegte Dramaturgie mir Happy-End, eine chaotisch-liebenwerte Protagonistin, die leider nicht essen kann, was sie will und der ein peinliches Missgeschick nach dem anderen passiert. Natürlich gibt es auch den tollen mann, dessen harte SAchale es erst einmla zu knacken gilt, und auch die liebevoll aufbauenenden besten Freundinnen und der obligatorische schwule Freund, der ebenfalls auf derSuche nach dem Glück ist, dürfen nicht fehlen.

 

Alles schon mal dagewesen? Ja, und doch ist “Pinguine lieben nur einmal” anders, denn Kyra Groh scheut sich nicht, dem Traummann Eigenschaften und Einschränkungen zu verpassen, die die meisten Frauen zurückschrecken lassen würden. Gleichzeitig gelingt es ihr, den Leser trotz der locker-leichten romantischen Atmosphäre nachdenklich zu machen.

 

[...] mehr auf www.tintenhain.de

 

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Rezension: Totenblick (Markus Heitz)

Cover Totenblick Heitz

Inhalt:
Der aufstrebende Konzertpianist Armin Wolke wird eines Abends auf dem Heimweg überfallen und entgeht nur knapp einem tödlichen Zusammenprall mit einer Straßenbahn. Doch am nächsten Tag dringt ein Fremder in seine Wohnung ein, er wird betäubt und verschleppt. Armin Wolke ist damit zum ersten Opfer eines selbsternannten Künstlers geworden, der bekannte Kunstwerke mit realen Menschen nachstellt.
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“ – ein Hinweis, der die schnell einberufene SOKO „Bildermorde“ ins Grübeln kommen lässt. Allen voran Kommissar Peter Rhode, der im Laufe der Ermittlungen mit seinem etwas zwielichtigen Freund Löwenstein, auch mal unkonventionelle Wege beschreitet, dem Mörder das Handwerk zu legen.

 

Meinung:
Nach „Oneiros“ (Rezension) war ich schon sehr gespannt auf den neuen Thriller von Markus Heitz. Auch in „Totenblick“ gelingt es ihm wieder, eine spannende Geschichte zu konstruieren, er verzichtet dabei jedoch bis auf eine kleine Szene und das alternative Ende auf übernatürliche oder phantastische Elemente. Fans wird es sicher interessieren, was die beiden Bücher miteinander zu tun haben. Letztendlich beschränkt sich das Gemeinsame auf die Stadt Leipzig, der Heitz wieder eine kleine Liebeserklärung macht, und gelegentliche Auftritte des Bestatters Konstantin Korff, die ein paar Insider bereithalten.

 

Die Stadt Leipzig ist in „Totenblick“ sehr präsent, was Kenner der Stadt sicher erfreuen wird, mich aber manchmal etwas genervt hat. Ich muss nicht wissen, welche Straße wohin führt und wo man hinkommt, wenn man links abbiegt. Manchmal liest es sich wie ein Stadtführer und es hilft der Handlung auch nicht weiter. Ein bisschen mehr Verständnis für diese Detailverliebtheit konnte ich aufbringen, als ich mich freute, dass Ares Löwenstein in einem Schnellimbiss auf seinen Widersacher trifft, dem gegenüber ein Hotel liegt, in dem ich mal übernachtet habe. (Wer es kennt und Geocaching macht, da liegt auch ein Cache. ;-) )

 

Die Handlung ist durchgehend spannend und ein besonderer Reiz liegt in der Idee des „Totenblicks“, einerseits in Bezug auf den Aberglauben, aber vor allem auch in Hinblick auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse, ohne hier zu viel verraten zu wollen. Heitz folgt nicht nur der Spur der Morde auf Ermittlerseite, sondern gibt immer wieder auch Einblicke in die Gedanken des psychopathischen Mörders und anfangs auch auf die letzten bewussten Minuten der Opfer. Dabei gelingt es ihm, die grauenvollen Morde zwar vorstellbar zu machen, überlässt es aber dem Leser zu entscheiden, wie viel davon ins Kopfkino gelangen kann. Besonders bei der Darstellung von „Guernica“ war ich unendlich dankbar für die Barmherzigkeit, nicht die Opfersicht erleben zu müssen und das grauenvolle Bild nicht bis ins Detail aufgedrängt zu bekommen. Daher ist „Totenblick“ zwar manchmal echt harter Tobak, aber Heitz ist glücklicherweise nicht darauf angewiesen, den „Thrill“ durch Gemetzel-, Ekel- und Folterszenen zu erzeugen.

 

...

 

Die vollständige Rezension findet Ihr auf meinem Blog

www.tintenhain.de

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J.K. Rowling schreibt als Robert Galbraith

Ein neuer Stern am Krimihimmel? Das Debüt des bisher unbekannten Schiftstellers Robert Galbraith schoss heute kometengleich auf der Bestsellerliste bei Amazon nach oben. Kein Wunder, denn die Enthüllung, dass sich hinter dem ehemaligen Militärspolizisten niemand anderes als Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling verbirgt, lässt die Herzen vieler Fans höher schlagen.

 

Abseits vom großen Veröffentlichungsrummel wie er um die Harry-Potter-Reihe und zuletzt den groß abgekündigten Erwachsenenroman “Ein plötzlicher Todesfall” herrschte, konnte die berühmte Autorin sich neu ausprobieren. Der Kriminalroman “The Cuckoo’s Calling” erschien bereits im April 2013 und wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Laut  BBC-News hat J.K. Rowling es sehr genossen, ein Buch ohne großen Hype und Erwartungen zu veröffentlichen und hätte das Geheimnis gern noch ein wenig länger gewahrt.


Cover

 

 

In “The Cuckoo’s Calling” ermittelt Detective Cormoran Strike im Fall des plötzlichen Todes eines Supermodels. Auch wenn alle Anzeichen auf einen Selbstmord hindeutet, so hat der Kriegsveteran, der als Privatermittler arbeitet, seine Zweifel.

Ein weiterer Roman mit Cormoran Strike soll im nächsten Jahr erscheinen, vermutlich dann wieder mit dem gewohnten Hype.

Nun bin ich gespannt, wer sich die deutschen Rechte sichern wird und wann es eine Übersetzung gibt. Da ich Krimis gern mag, werde ich wohl auf jeden Fall mal in das Buch hineinlesen. Und Ihr?

 

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Rezension: Silber – Das erste Buch der Träume (Kerstin Gier)

Eigentlich, ja eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Trilogien mehr anzufangen, bevor nicht alle Teile erschienen sind. Warum, berichte ich ein anderes Mal. Als ich Kerstin Giers neuen Roman “Silber” bei Bloggdeinbuch entdeckte, wollte ich meine Glücksfee noch einmal herausfordern und sie ist offensichtlich der Meinung, dass ich mal nicht so streng mit der Trilogie-Schwemme sein sollte.
Als mir dann heute der netteste DHL-Fahrer der Welt “Silber” überreichte, konnte ich nicht anders als das Buch sofort auszupacken und war ganz hingerissen von dem schönen Cover und der liebevollen Aufmachung des gesamten Buches. So etwas liebe ich!
Ich wusste, dass es irgendwie um Träume gehen sollte, mehr nicht. Und nachdem ich heute morgen von einem merkwürdigen Haus träumte, in dem ich schon mal in einem anderen Traum war und das auch noch die ganze Zeit wusste, war ich heute den ganzen Vormittag etwas neben der Spur. Also passte das Buch genau in den heutigen Tag.

Ich hab gleich damit angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Blöd eigentlich, denn jetzt ist es schon wieder vorbei und ich muss warten, warten, warten und hoffen, dass ich nicht allzuviel vergesse, bevor der nächste Teil erscheint. Kommt Euch auch irgendwie bekannt vor, oder?

 

 

Inhalt:

Die fünfzehnjährige Liv zieht mit ihrer Mutter, ihrer jüngeren Schwester Mia, Lottie, dem wohl dienstältesten Au-pair-Mädchen der Welt, und dem Familienhund nach England. Das romantische Cottage mit Gemüsegarten entpuppt sich allerdings als möbelierte Mietwochung in einem schicken Londoner Stadtteil, denn Livs Mutter stellt ihren Töchtern ihren neuen Freund Ernest samt Planänderung vor. In der Schule kommt Liv gar nicht umhin, die angesagtesten Jungs der Schule kennenzulernen, zu denen auch ihr neuer Fast-Stiefbruder Grayson gehört.

Eines Nachts träumt sie davon, durch eine Tür zu gehen und die Jungen auf einem Friedhof zu treffen, wo sie Zeugin eines schwarzmagischen Rituals wird. Merkwürdig ist nur, dass Arthur, Henry, Jasper und Grayson danach Dinge über sie wissen, die sie gar nicht wissen können. Dinge, die sie ihnen nie erzählen würde, aber im Traum schon mal ganz gern ausplaudert. Doch Liv wäre nicht Liv, wenn sie nicht herausfinden würde, was es mit den mysteriösen Traumtüren auf sich hat.

 

Silber” ist ein richtiger Pageturner, dabei nicht nur spannend, sondern auch witzig und voller Charme.
Die Hauptprotagonistin Liv Silber, nach der die Trilogie benannt ist, ist sympathisch, klug und selbstbewusst. Mit ihrer spitzen Zunge und ihrer Art sich selbst auf die Schippe zu nehmen, bringt sie einen immer wieder zum Lachen. Auch der ständige Schlagabtausch mit ihren Mitschülern und der neuen Familie macht Spaß und ruft viele Momente zum Schmunzeln hervor. Liv und ihre Schwester Mia sind wahre Detektiv-Fans, Geheimnisse und Rätsel kommen ihnen gerade recht. Die häufigen Umzüge, die sie nirgends heimisch werden lassen haben, haben die beiden Schwestern fest zusammen geschweißt...

 

Die vollständige Rezension findet Ihr auf www.tintenhain.de

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Rezension: Unearthly – Heiliges Feuer (Cynthia Hand)

Nachdem ich von “Unearthly – Dunkle Flammen” so begeistert war, konnte ich endlich “Heiliges Feuer” in der Bücherei ergattern und wurde auch vom zweiten Band nicht enttäuscht…

Die 16-jährige Clara ist ein Schutzengel, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, dazu ausersehen, Menschen zu retten. Nicht so einfach, wenn man mitten unter ihnen lebt und nicht auffallen darf. Ihre erste Mission, einen Jungen aus dem Feuer zu retten, misslang. Claras Schwäche blieb nicht unentdeckt: Die schwarzen Engel – gefallene Seelen, die die Welt mit Traurigkeit überziehen – wollen Clara auf ihre Seite ziehen. Leider nicht ihr einziges Problem. Denn jemand, der ihr sehr nahesteht, soll in den nächsten Monaten sterben. Clara ahnt: Das Feuer war nur der Anfang.

(Klappentext “Unearthly – Heiliges Feuer”, Rowohlt Verlag 2012)

 

Ich bin ja jemand, der es vermeidet, vor dem Beginn eines Buches noch mal den Klappentext zu lesen (nur falls da zuviel verraten wird) und ich lese Bücher auch immer von vorn nach hinten. Mal eben nachgucken, wie es endet, gibt es bei mir nicht. Nie! – Nur dieses Mal. Dieses Mal habe ich eine Ausnahme gemacht, weil ich einfach nicht ertragen konnte, darauf zu warten, ob Clara mit ihrer Vermutung, wen sie zu Grabe tragen wird, Recht hat. Denn nachdem sie ihre Aufgabe nicht erfüllen konnte, hat Clara nun Visionen von einer Beerdigung.

 

---> weiterlesen im Tintenhain...

Es ist schon eine Weile her, da fragte Olaf von den Buchschätzern, ob wir nicht Lust auf eine Wohnzimmerlesung mit einer befreundeten Autorin hätten, die gerade ihr Buch "Bruderliebe" herausgebracht hatte. Eine Interpretation eines Märchenstoffes sollte es sein, was bei mir schon mal per se Interesse hervorrief, da ich Märchen bis heute sehr liebe und schätze. Die Idee fand also Anklang, aber irgendwie wurde dann doch nichts daraus. Als ich das Buch nun bei Blogg Dein Buch entdeckte, erinnerte ich mich wieder daran und hatte Glück... in doppelter Hinsicht.
Cover

Theresia, ein junges adliges Mädchen, wächst gut behütet und von der Außenwelt abgeschottet auf. Ihre Stiefmutter Henriette achtet darauf, dass kein Mann ihr zu nahe kommt, denn nie soll Theresia das gleiche Leid geschehen, das ihr einst selbst widerfuhr. Doch das junge Mädchen setzt seinen Willen durch und darf am Karfreitag erstmals mit zum Kirchgang ins Dorf. Dort begegnet sie Sebastian von Langenthal und der Gedanke an ihn lässt sie nicht mehr los. Mit Hilfe des wissbegierigen Jungen Clemens und ihrer Zofe Marie gelingt es Theresia und Sebastian sich gegen den Willen Henriettes zu treffen.
Als Henriette von der heimlichen Liason erfährt, zieht sie ihren letzten Trumpf und entwickelt einen perfiden Plan.

 

In "Bruderliebe" erzählen Kathrin Lange und Stefanie Heindorf das Märchen von "Rapunzel" neu und verweben dabei historische Begebenheiten mit dem bekannten Märchen der Brüder Grimm. Die Geschichte wurde in die Zeit des beginnenden 19. Jahrhunderts versetzt: Die Napoleonische Besatzung ist bereits beendet, die junge Theresia liest Goethes "Leiden des jungen Werther" und der junge Clemens studiert eifrig in Newtons "Optick".

 

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Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr – keine Rezension

Eigentlich mag ich sie nicht, diese Bücher von denen jeder sagt, dass man sie gelesen haben muss. Und schon gar nicht, wenn es sich dabei irgendwie um Liebesromane handelt, die die Bestsellerlisten stürmen. Ich kenne auch kein einziges Buch von Nicholas Sparks, Cecelia Ahern und wie sie alle heißen.

 

Warum ich nun “Ein ganzes halbes Jahr” gelesen habe, weiß ich auch nicht so richtig. Heike von den Buchschätzern hat es beim letzten Lesekreisabend wärmstens empfohlen, da hatte ich es schon aus einem Impuls heraus in der Bücherei vorbestellt. Sie wollte es aber nicht gemeinsam lesen. Merkwürdig kam mir das vor, aber jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich das sehr gut verstehen. Es wird auch keine Rezension für dieses Buch geben, denn ich glaube nicht, dass ich die

richtigen Worte dafür finden kann.

 

“Ein ganzes halbes Jahr” habe ich mit einer Schlafpause von fünf Stunden gelesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich habe viel gelacht und noch mehr geweint. Die letzten Seiten konnte ich kaum erkennen, die Buchstaben verschwammen vor meinen Augen und hinterher war ich wie ausgelaugt, kaum noch fähig zu denken oder zu fühlen. Ich weiß nicht, wann ein Buch das zuletzt geschafft hat.

 

Während des Lesens dachte ich manchmal, dass es ein tolles Buch für einen Lesekreis ist. Es bietet viel Diskussionsstoff. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und bieten mit ihren verschiedenen Sichtweisen eine gute Grundlage für eine Auseinandersetzung mit Glück, einem erfüllten Lebensweg und der Bedeutung von Lebensträumen. Die Autorin geht das Thema mal humorvoll, mal nachdenklich, mal provokativ an und zeigt anhand ihrer Figuren vielgestaltige Entwicklungen auf.

 

Am Ende des Buches war mir jedoch klar, dass ich diese wunderbare, bewegende Geschichte nicht in einer Diskussionsrunde zerreden oder in einer Rezension auseinandernehmen möchte. Ich möchte noch ein wenig in meinem Gefühlskokon eingesponnen bleiben, mich an die witzigen Wortwechsel erinnern, die mich laut auflachen ließen, mich erinnern, wie ich mit angehaltenem Atem Seite für Seite weiterlas, unfähig, das Buch zur Seite zu legen. Noch einmal mit Will und Lou lachen, verzweifeln und fühlen, was Schicksal ist, was Leben bedeutet und auch darüber nachdenken, was im Leben wichtig ist und das Leben lebenswert macht.

 

[...]

 

© Tintenelfe

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Es beobachtet, es lacht, es lebt - und es lässt niemanden entkommen "Incarceron" (Rezension)

Die “Jahre des Zorns” sind vorüber.

Daraus hervorgegangen ist ein neues Zeitalter, das sich rückbesinnt und technischen Fortschritt ablehnt, gelenkt von einer Königin und einem strengen Protokoll, dem sich nur die gelehrten Sapients teilweise entziehen können. Sie sind es auch, die einst “Incarceron” geschaffen haben, das perfekte Gefängnis, eine unermesslich große eigene Welt, ein geschlossenes System und verborgen vom Rest der Welt. Verbrecher, Verräter und Diebesgesindel – sie alle haben hier ihr neues Zuhause gefunden, doch was als überwachtes Paradies gedacht war, hat sich über die letzten Jahrhunderte zu einer eigenständigen künstlichen Intelligenz entwickelt. Incarceron lebt, atmet, lacht und spielt mit seinen Insassen.

 

Der junge Finn, der davon überzeugt ist, von “Außerhalb” zu stammen und einst die Sterne gesehen zu haben, wird zum Talisman eines Sapients, der bessenen von den Legenden über Sapphique ist, dem Einzigen, der es jemals geschafft haben soll, Incarceron zu entfliehen. Mit Hilfe eines magischen Kristalls soll ihnen das Unmögliche gelingen, doch zunächst stellen sie damit nur den Kontakt zu Claudia her, der eigensinnigen Tochter des Hüters von Incarceron, die den Geheimnissen des Gefängnisses bereits auf der Spur ist.

 

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht, was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet ist, dass ich anfangs aus Zeitgründen kaum mal 5 Seiten am Stück lesen konnte. Der Leser befindet sich sofort mitten in der Handlung, die Welt mit ihren geschichtlichen Zusammenhängen erklärt sich erst im Laufe der Geschichte. Hilfreich sind dabei die kapiteleinleitenden Zitate aus Legenden, Schriftstücken und Liedern. Langatmige Erklärungen gibt es nicht und die Handlung versteht es, sofort zu fesseln.

 

Anfangs wechseln sich die beiden Erzählstränge um Finn bzw. Claudia noch kapitelweise ab, doch je mehr die beiden Hauptprotagonisten miteinander zu tun haben und sie sich in ihrem Bestreben nach “Außen” bzw. nach “Innen” zu gelangen einander annähern, desto schneller finden die Wechsel statt bis hin zur Überlappung. Catherine Fisher kommt mit wenigen handelnden Personen und Schauplätzen selbst innerhalb des riesigen Gefängnisses aus, es gelingt ihr dabei jedoch ein Gefühl für die beiden unterschiedlichen Welten zu entwickeln. Die wissenschaftlichen Errungenschaften und Technologien, wie “Hologramme” und “Scanner” erinnern manchmal an “Star Trek”, lassen dadurch aber wiederum ein lebendiges Bild entstehen.

 

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Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

Logo

Nun ist es also soweit. Wieder einmal ist “Welttag des Buches”. In der Schule meiner Kinder gibt es Buchvorstellungen, Bastelaktionen rund ums Buch, Vorlesen und Bilderbuchkino. Auch meine Lieblingsbuchhandlung Graff hat sich ein paar schöne Aktionen überlegt und wir wissen schon, wo wir am Nachmittag unbedingt hin müssen.

 

Da es in diesem Jahr die “Aktion Lesefreunde” nicht geben wird, haben sich Christina und Dagmar die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” zum diesjährigen Welttag des Buches überlegt. Der Erfolg spricht für sich: Über 1000 Blogger, Verlage, Buchhandlungen und andere Lesebegeisterte sind dabei und verschenken auf ihrem Blog oder einer Facebook-Seite ein Buch.

Welche Bücher dabei sind, könnt Ihr auf der Facebookseite von “Blogger schenken Lesefreude” finden.

 

Im “Tintenhain” könnt Ihr das Buch “Die Einsamkeit der Primzahlen” von Paolo Giordano gewinnen. Mit diesem Buch starteten wir vor drei Jahren in unseren Lesekreis. Die Entscheidung für dieses Buch fiel spontan und sicher spielte dabei auch der interessante Buchtitel eine Rolle. Mein Mann dachte an Mathe und meinte, da sei er auch dabei. Gelesen hat er dann aber nur den Anfang, eine problembeladene Liebesgeschichte war dann doch nicht so seins. Den Frauen jedoch hat es gut gefallen. Diskussionsstoff für eine Leserunde bietet das Buch allemal und der “Einsamkeit der Primzahlen” sind seitdem noch viele andere Bücher gefolgt.

 

Wer Lust hat, dieses Buch zu gewinnen, kann den Artikel im Tintenhain gern kommentieren und wandert in den Lostopf.

Meine Krankheit hat einen Namen: Tsundoku

Heute erhielt ich eine Mail von einem Freund: Er ist krank und seine Krankheit nennt sich Tsundoku. Schnell stellte ich fest, dass auch ich unter dieser fremd klingenden Krankheit leide.


Tsundoku

 

sprich: tsun-do-ku, japanisch  積む (tsumu - stapeln) + 読 (doku-  zu Lesendes)

 

Diese furchtbare Krankheit bezeichnet also die Unart, Bücher zu kaufen und dann im Regal ungelesen zu stapeln. Wer kennt sie nicht die SUBs, RUBs oder gar ganze ZUBs*?!

 

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Rezension: Schneckenmühle. Langsame Runde (Jochen Schmidt)

Im Sommer 1989 war ich dreizehneinhalb, also fast genauso alt wie Jens, der Protagonist aus “Schneckenmühle”. Das hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Nachdem ich von Büchern wie „Zonenkinder“ und „Meine freie deutsche Jugend“ immer enttäuscht wurde, erhoffte ich mir mit „Schneckenmühle“ ein Buch, das sich eher mit meinen eigenen Kindheitserinnerungen und DDR-Erfahrungen decken würde. In der Kindheit und zu Beginn der Pubertät hat man in der Regel einen anderen Erfahrungshorizont als Erwachsene, die sich ganz anders mit einem politischen System auseinandersetzen.

Cover
Jens ist 14 geworden und darf zum letzten Mal ins sächsische Ferienlager Schneckenmühle fahren, dort kann man Skat spielen, Fußball und Tischtennis, muss allerdings auch auf Wanderungen gehen, in den Zoo oder nach Dresden fahren, und vor allem sind da die endlosen Nächte mit Quatsch und Gesprächen über Mädchen. Nur Tanzen in der abendlichen Disko, das kommt nicht infrage, zum Tanzen ist Jens zu schüchtern. Nach einem Ausflug wird Jens krank und kommt auf die Krankenstation. Da taucht Peggy bei ihm auf, die von der Gruppe gehänselt wird, und bittet ihn, ihr Essen zu bringen, sie würde sich von nun an verstecken. Aber dann wird sie im Lager vermisst und die Polizei wird eingeschaltet. Die Sache spitzt sich zu, auch zwischen Jens und Peggy.
Es ist der Sommer 1989 in der DDR – und nicht nur den Jugendlichen stehen große Veränderungen bevor. (Klappentext, “Schneckenmühle”  Beck Verlag 2013)

 

Die vollständige Rezension findet Ihr im Tintenhain.

 

 

Quelle: http://tintenhain.wordpress.com/2013/03/24/rezension-schneckenmuhle-langsame-runde-jochen-schmidt